Migration nach Vorarlberg und Oberschwaben

Das Bauernhaus-Museum Wolfegg setzte sich mit vielen Projektpartnern seit 2008 intensiv mit dem Thema der saisonalen Auswanderung der Schwabenkinder in einem durch das Interreg IV-Programm geförderten Projekt auseinander. Unter anderem auch damit, was die Gründe für ein Fortgehen aus der Heimat waren und mit der Tatsache, dass für unzählige Schwabenkinder

Oberschwaben zur neuen Heimat wurde. Dies geschah allerdings immer in historischer Perspektive.

 

Dieses spezifische Thema kann nun mit vier Projektpartnern in Vorarlberg (Vorarlberg Museum, Klostertal Museum, den Montafoner Museen sowie dem Verein Xenia) weiter gefasst werden. Das Thema Migration im 19.-21. Jahrhundert soll in den Bereichen Forschung, Ausstellung, Sammlung, Schaffung von Netzwerken und Museumspädagogik aufgearbeitet bzw. bearbeitet werden. Kooperationen und Austausch zwischen den beteiligten Museen ebenso wie zwischen den einzelnen Museen

und Kulturvereinen verschiedener Nationen in Vorarlberg und Oberschwaben sind das Ziel, um der veränderten Realität in den Museen sowie in den musealen Sammlungen Rechnung zu tragen. Migration in der Vergangenheit und in der Gegenwart betrifft mit besonderer Aktualität die Regionen Oberschwaben, Vorarlberg und die Schweizer Bodenseeanrainer. Die Rahmenbedingungen in den genannten Regionen sind vergleichbar, so dass ein Austausch in den genannten Bereichen gewinnbringend für die beteiligten Museen und Institutionen genutzt werden kann.

 

Der Verein Xenia schafft in diesem Projekt die Grundlage für ein "Migrationsarchiv" der Stadt Bludenz. Dazu werden Interviews geführt, Fotografien und Objekte gesammelt und Veranstaltungen zur Vermittlung organisiert. Darüber hinaus werden auch Bildungsangebote geschafften.

 

(Bildquelle: Stadtarchiv Bludenz)